Sehr geehrter Dr. Wesel,
gern möchte ich Sie mit einem Beispiel der Kommunikation in einer Arztpraxis unterstützen, leider einem denkbar negativen. In einer Hautarztpraxis wurde unserer 15jährigen Tochter eine Aknenormin Therapie empfohlen-besser gesagt -aufgedrängt, obwohl sie lediglich zur Kontrolle der Muttermale dort war. Nachdem unsere Tochter sehr lange bei der Ärztin im Sprechzimmer blieb ( wir waren zu dritt bereits bei dem Praxispartner fertig mit der Untersuchung), fragte ich an der Rezeption nach, ob es etwas Wichtiges zu besprechen gäbe, dann würde ich als Mutter doch gern dazu gehen. Und das war auch möglich-und gleichzeitig erschütternt. Vehement wurde nur diese Therapie vorgeschlagen, alle Nebenwirkungen als nicht bedeutend runtergespielt. Die Unterlagen zum Unterschreiben durch den Erziehungsberechtigten wurden mir gleich hingelegt, die Überweisung zum Frauenarzt war schon fertig, da ja auch die Pille zwingend eingenommen werden muss…Die zu behandelnden Pickel befanden sich übrigens lediglich auf dem Rücken und erzeugten bisher keinen Leidensdruck! Unsere Tochter war derart verstört, dass ich ihr erst mal erklären musste, dass Akne kein Krebs ist! Das Ganze (mir fehlt an treffender Ausdruck für dieses Gespräch) traf uns unvorbereitet. Inzwischen sind wir klüger und froh, der Ärztin nicht blind vertraut zu haben. Gerade habe ich auch noch einen interessanten Link im Internet dazu gefunden:http://www.mdr.de/fakt/akne104.html. Diese Hautärztin ist leider nicht die Einzige, die die Nebenwirkungen unterschätzt.
Viel Erfolg bei Ihrem Buch-eine wirklich gute Sache!
Viele Grüße

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